5 Fragen an den Champions-Talk-Teilnehmer Jens Heim

Unser heutiger Interviewgast ist Jens Heim, Teilnehmer der Champions-Talk Runde am Internet-Marketing-Tag fürs Handwerk am 24.10. in der Schwabenlandhalle in Fellbach.

Bauunternehmer Jens Heim ist ein Internet-Marketing Champion
Bauunternehmer Jens Heim ist ein Internet-Marketing Champion

Stellen Sie sich unseren Leserinnen und Lesern kurz vor, was machen Sie genau und wer sind Ihre Kunden?

Hallo, ich heiße Jens Heim und leite mit meinen beiden Brüdern ein Bauunternehmen. Meine Verantwortungsbereiche sind zum einen der komplette Maschinen- und Gerätepark. Zum anderen betreue ich das komplette Gebiet Öffentlichkeitsarbeit / Marketing / Kommunikation.

Wir, HEIM TUTTLINGEN Bauunternehmen, sind ein Familienbetrieb in der dritten Generation, unsere Ausrichtung ist stark werte- und teamorientiert, auch wenn dies vielleicht nicht immer die wirtschaftlichste Lösung ist. Wir sind stets bemüht, anders zu sein und leben nach dem Motto „Gemeinsam gewinnen!“.

Zu unseren Spezialitäten zählen neben Erschließungen von Neubaugebieten auch die Herstellung von Betonfahrbahnen sowie der Tankstellenbau. Unsere Kunden sind überwiegend im gewerblichen oder öffentlichen Sektor zu finden, wobei wir hier sehr viel Wert auf den Faktor Mensch legen und entsprechend aussortieren. Wenn Kunde und Lieferant gleich ticken, passt das – egal in welchem Kundenbereich man sich bewegt…

Wann und vor allem warum sind Sie mit Social Media gestartet?

Gestartet mit Social Media habe ich so richtig im Jahr 2011. Auf Facebook war ich schon davor mit einem privaten Profil. Aber so richtig ging es wie gesagt 2011 los, mit Facebook-Seite, Twitter-Account und Blog für unser Unternehmen.

Warum wir uns damals für die Nutzung von Social Media entschieden haben? Weil wir uns bewusst abgrenzen wollten. Wir sind anders als der Durchschnitt, wir treten bewusst gerne frecher und extrovertierter auf als andere Betriebe der Branche.

Zudem war uns klar, dass wir mit einer gezielten Kommunikation im Netz auch für unsere Mitarbeiter sowie potenzielle Bewerber interessanter werden als Arbeitgeber.

Auf welche sozialen Netzwerke legen Sie den größten Fokus und warum?

Hier trenne ich deutlich zwischen privat und geschäftlich. Privat sind Twitter und Instagram meine Favoriten. Dort sind wir auch jeweils mit einem Firmenaccount vertreten. Aber das Hauptaugenmerk gilt Blog und Facebook. Blog, weil es gut ist für die Reputation / das Ansehen der Firma als Marke. Und weil es hilft, bei Google oder anderen Suchmaschinen gut gelistet zu werden. Hier können wir Einblicke gewähren in unseren Arbeitsalltag, in unsere Leistungsfähigkeit und unsere Werte.

Facebook ist natürlich Pflichtprogramm. Hier können wir prima mit jungen Menschen in Kontakt treten, auf Bewerber eingehen, unsere Blogbeiträge oder auch einfach nur Bilder veröffentlichen. Auch hier wollen wir die Firma, unser Handwerksunternehmen, begreifbar und erlebbar machen. Wir möchten Fans, keine Kunden, die bei nächstbester Gelegenheit wieder weg sind.

Welche Erfolge erzielen Sie heute mit Ihren Social Media Aktivitäten?

Durch unsere Aktivität mit unserem Blog „Teeren und Federn“ wurden wir schon häufig auf bestimmte Artikel angesprochen – auch von Wettbewerbern. Insbesondere können wir dadurch sehr gut die Bindung zu Kunden und Lieferanten stärken. Auch viele Veröffentlichungen in Fachzeitschriften sowie der örtlichen Tageszeitung sind ein Resultat unserer Social Media Aktivitäten.

Den größten Erfolg haben wir aber im Bereich Recruiting, sprich Nachwuchs- und Fachkräftegewinnung. Seit Jahren verzichten wir auf Stellenanzeigen und konnten dennoch immer wieder junge und jung gebliebene Schulabgänger, Fach- und Führungskräfte für unser Team gewinnen.

Haben Sie Tipps für diejenigen Handwerksunternehmer, die mit Social Media Marketing starten, oder es verbessern wollen?

Meine Tipps sind eigentlich seit Jahren die gleichen: Seien Sie authentisch. Berichten Sie in Ihrer Sprache und aus Ihrer Sicht. Nutzen Sie die Social Media Kanäle nicht ausschließlich, um Werbebotschaften zu kommunizieren. Treten Sie vielmehr in den Dialog mit Kunden, Mitarbeitern und Lieferanten.

Vernetzen Sie sich. Lernen Sie von Profis und Vorreitern, gehen Sie auf Veranstaltungen um Ihr Netzwerk von Online-Profis und Experten aufzubauen.

Und vor allem: Legen Sie los, fangen Sie an. Ein perfekter Plan, eine perfekte Strategie für digitale Kommunikation – das alles ist wertlos, wenn Sie nicht ins Handeln kommen!

Ganz herzlichen Dank für Ihre interessanten Einblicke, lieber Herr Heim. Wir freuen uns sehr, Sie am 1. Internet-Marketing Tag fürs Handwerk am 24.10. auf der Bühne begrüßen zu können.

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