5 Fragen an den Champions-Talk-Teilnehmer Ludger Freese

In unserem „Champions-Talk“ sprechen wir dieses Mal mit dem wohl bekanntesten Fleischermeister aus Deutschland: Lesen Sie exklusiv, was Ludger Freese zu erzählen hat. Absolut lesenswert!

Deutschlands bekanntester Fleischermeister Ludger Freese
Deutschlands bekanntester Fleischermeister Ludger Freese

Stellen Sie sich unseren Leserinnen und Lesern kurz vor, was machen Sie genau und wer sind Ihre Kunden?

Ich heiße Ludger Freese, 57 Jahre, 3 Kinder, Fleischermeister und leite zusammen mit meiner Frau den Betrieb „Essideen Freese“ (Restaurant + Partyservice) in Visbek. Wir beschäftigen 10 Mitarbeiter. Unsere Kunden sind junge Familien, Geschäftskunden, Handwerker und Menschen, die gute Lebensmittel schätzen.

Wann und vor allem warum sind Sie mit Social Media gestartet?

Der erste Internetauftritt war wie ein Magazin aufgebaut (Start: 2000). Im März 2007 bin ich mit dem Blog „Essen kommen!“ gestartet. Vorher war ich Gastautor in verschiedenen anderen Blogs. Später folgte Twitter (www.twitter.com/lusches), Facebook, YouTube, Pinterest, Google+ und Xing. Ich nutze Social Media als meine „Verkäufer“ im Netz. Was im Blog erscheint, wird über die anderen Kanäle breit verstreut. So erzeuge ich Aufmerksamkeit, Sympathie und gewinne neue Kunden. Siehe auch http://blog.fleischerei-freese.de/about/.

Auf welche sozialen Netzwerke legen Sie den größten Fokus und warum?

Das Blog „Essen kommen!“ ist mein Kronjuwel. Es gehört mir, es geht nichts verloren und ich schreibe über unsere Arbeit, Sorgen oder neue Produkte. Etwa 5.000 Besucher am Tag zeigen mir deutlich, dass hier ordentlich Bewegung ist. Die anderen Kanäle haben alle ihre Stärken, aber den größten Fokus schafft das Blog. Durch die Kombination Blog-Webseite-Social Media erreiche ich sehr viele Menschen und das zielgerichtet, günstig und sehr schnell.

Welche Erfolge erzielen Sie heute mit Ihren Social Media Aktivitäten?

Die Erfolgsliste ist sehr lang und erweitert sich täglich! Schlagwörter wie Umsatzsteigerung, neue Produkte, neue Kunden, Freundschaften, TV Sendungen, Medienberichte, Besucherzahlen enorm gesteigert (Web), Referententätigkeiten, Kundenbefragungen, Kunden testen neue Produkte, Mitarbeit in zahlreichen Büchern, neue Mitarbeiter, Besucher kommen zu uns, Geschenke, usw. Das alles, nur weil ich über unsere Arbeit im Netz schreibe!

Haben Sie Tipps für diejenigen Handwerksunternehmer, die mit Social Media Marketing starten, oder es verbessern wollen?

Ich habe 25 Punkte zusammen getragen, die ich immer gerne Handwerkern weiter gebe:

  1. Nicht alles auf einmal machen! Langsam anfangen!
  2. Suchen sie ein Medium, wo Ihre Kunden sind! (Facebook?)
  3. Ein Blog ist besonders wertvoll, weil hier die Nachrichten nicht verloren gehen
  4. Schreiben Sie auch Kommentare in andere Blogs oder bei Facebook. Nur so werden sie entdeckt.
  5. Geben Sie nicht gleich auf!
  6. Schreiben Sie regelmäßig (mind. 1x Woche)
  7. Stellen Sie Bilder rein (geht von jedem Smartphone)
  8. Machen Sie Videos (gerade bei Berufen, die visuell arbeiten!)
  9. Beobachten Sie die Zugriffszahlen
  10. Stellen Sie Fragen und fordern sie Ihre Leser auf!
  11. Lassen Sie ihre Leser abstimmen, bewerten, urteilen…
  12. Seien Sie lustig, humorvoll, kreativ
  13. Gestehen Sie Fehler ein – Nobody is perfect
  14. Schreiben sie nicht nur Positives aus dem Betrieb – auch Peinliches und Pannen sind unterhaltsam
  15. Schreiben Sie über andere, schreiben Sie über Mitbewerber
  16. Seien Sie offen, ehrlich – wie im Geschäftsleben
  17. Antworten Sie schnell
  18. Reklamationen sind eine große Chance. Nur so können Sie besser werden (es kommt vor, dass Sie im Internet kritisiert werden)
  19. Behandeln Sie Ihre Besucher respektvoll
  20. Legen Sie Regeln in der Firma fest, was und wie Ihre Mitarbeiter im Netz über Sie schreiben dürfen
  21. Löschen Sie keine Kommentare (nur wenn jemand persönlich verletzt wird). Stellen Sie dazu Regeln auf.
  22. Richten Sie sich an einem erfolgreichen im Netz aus. Das ist die Meßlatte
  23. Machen Sie Ihre Netzaktivitäten bekannt! Werbung, Zeitung, Autos, Kleidung, E-Mailadresse…
  24. Laden Sie Blogger ein
  25. Fordern Sie Ihre “Fans”, Freunde und Bekannte auf, Ihre Seite bekannt zu machen. Die machen das!

Vielen Dank für Ihre Zeit, liebe Leserinnen und Leser,
Ihr Ludger Freese